Flüchtlingsnothilfe wird stetig erweitert

Seit Anfang März werden in der Notunterkunft in der Sporthalle an der Gathe viele geflüchtete Frauen, Kinder und Männer aus der Ukraine betreut und unterstützt.

„Zu Beginn ist das sichere Ankommen und Ruhe finden für die geflüchteten Menschen das Wichtigste.“ sagt Nadja Heil, verantwortliche Mitarbeiterin in der Notunterkunft an der Gathe. „Sie finden in der Unterkunft einen vorläufigen Ort des Friedens, werden von uns seelsorgerisch versorgt, bis sie in Übergangswohnungen vermittelt werden. Dann werden behutsam Aktivitäten angeboten. Aktuell z.B. Sprachkurse oder Sportangebote, wie Hallenfußball für interessierte Kinder und Jugendliche.“

Die Belegung gestaltet sich dynamisch, da die Stadt Wuppertal die geflüchteten Menschen zeitnah in kommunal angemieteten Wohnungen unterbringt. So ergeben sich häufig nur kurze Verweildauern in der Notunterkunft. Dennoch ist die Herausforderung dort für die Mitarbeitenden der Diakonie Wuppertal groß. Viele neue Kolleg:innen wurden eingestellt. Zusätzlich unterstützen ehrenamtliche Helfer:innen vor Ort bei der Versorgung.

„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft in Wuppertal, unserer Mitarbeitenden und die der freiwilligen Helfer:innen“ sagt Frau Michalski, Geschäftsführerin der Sozialen Teilhabe der Diakonie Wuppertal. „Gerade die ehrenamtlichen Helfer:innen übernehmen wichtige Aufgaben. Sie unterstützen die geflüchteten Menschen in ihrem Alltag, begleiten sie zu Besuchen bei Behörden und leisten wertvolle Übersetzungsarbeit.“

Die Diakonie Wuppertal sucht auch weiterhin Interessierte in Vollzeit, die bei der Arbeit mit den in Wuppertal eintreffenden Menschen aus der Ukraine unterstützen möchten. Besondere berufliche Qualifikationen sind keine Voraussetzung, jedoch wünschenswert.

Die Stellenausschreibung finden Sie unter jobs.diakoniewuppertal.de

Darüber hinaus sucht die Diakonie Wuppertal weitere ehrenamtliche Alltagshelfer:innen für die Unterstützung der geflüchteten Menschen im Alltag, und für etwaige Begleitungen bei Behördengängen. Auch werden weitere Übersetzer:innen mit russischen oder ukrainischen Sprachkenntnissen gesucht, die wichtige kommunikative Unterstützung in den Notunterkünften leisten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse per Mail an ehrenamt-ukraine(at)diakonie-wuppertal.de.

Zusätzlich zur Gathe wird ab Montag, dem 11.4. eine weitere Notunterkunft am Kothen eröffnet. Zunächst werden dort noch keine geflüchteten Menschen aufgenommen, da auf die Zuweisung des Landes NRW gewartet wird. Trotzdem werden die neuen Mitarbeiterenden der Diakonie Wuppertal bereits ab Montag dort eingesetzt. Der Vorlauf wird genutzt um weitere Vorbereitungen zu treffen.

„Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat die Diakonie Wuppertal Spenden in Höhe von rund 200.000 EUR (Stand 31.3.22) erhalten, die für die lokale Flüchtlingsarbeit genutzt wird“ erklärt Thomas Bartsch, Geschäftsführer der Diakonie Wuppertal. „Diese Spenden ermöglichen es uns flexibel bei den unterschiedlichen Notlagen auf aktuelle Bedürfnisse einzugehen. So planen aktuell ukrainische Lehrer:innen den Lehrbetrieb für geflüchtete Kinder über das Internet wieder aufzunehmen. Hierzu müssen die Schüler:innen mit Geräten ausgestattet werden. Diese sollen unter anderem von den geleisteten Spenden finanziert werden.“

Um weiter flexibel und bedürfnisorientiert Unterstützung für die geflüchteten Menschen in Wuppertal leisten zu können, bittet die Geschäftsführung der Diakonie Wuppertal weiterhin um Spenden auf das folgende Konto:

Diakonie Wuppertal gGmbH
Verwendungszweck: Ukraine
Stadtsparkasse Wuppertal
IBAN: DE12 3305 0000 0000 8718 97
BIC: WUPSDE33XXX

 

 

Text: Daniel Edlauer (Öffentlichkeitsarbeit)