Tag der Pflegenden am 12. Mai 2026: Digitale Ausbildung für einen Beruf mit Zukunft

Wuppertal, 12. Mai 2026:
Lernvideos, Podcast, Webinare und digitale Tafeln – in der Bergischen Region gehört die Diakonie Wuppertal mit der Pflegeausbildung in ihrer Diakonie Akademie zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung. „Wir bilden für die Zukunft der Pflege aus – und die liegt in einer sinnvollen Nutzung digitaler Technologien, die Fachkräfte entlastet und ihnen mehr Zeit für die pflegebedürftigen Menschen gibt“, erklärt Akademieleitung Serpil Tatli-Arslan zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai.

Fabian Heringhaus und Serpil Tatli-Arslan in der Diakonieakademie

In der Diakonie Akademie lernen die derzeit knapp 300 Auszubildenden von Beginn an den professionellen Umgang mit digitalen Lern- und Arbeitsformen, die ihnen die tägliche Arbeit in der Pflege erleichtern. Auch im Unterricht selbst sind digitale Formate fest verankert: Es gibt digitale Tafeln und Stundenpläne, aber auch digitale Puppen im sogenannten „Skills-Lab“. Mit ihnen üben die Auszubildenden nahezu alle Pflegesituationen von der hygienischen Waschung bis zur Wundversorgung. Die Übungen können per Videoübertragung live in andere Kursräume übertragen und aufgezeichnet werden.

Individuelles und interaktives Lernen

„Unsere Auszubildenden sind zwischen 17 und 63 Jahre alt und kommen mit ganz unterschiedlichen Bildungshintergründen, Schul- und Berufserfahrungen zu uns“, erklärt Serpil Tatli-Arslan. „Daher wollen wir das Lernen so vielfältig und anschaulich wie möglich gestalten.“ 

Davon profitieren laut der Akademieleitung auch die rund 500 Pflegekräfte, die sich an der Diakonie Akademie fortbilden. „Viele von ihnen sind motiviert und wissbegierig, aber in ihrem Alltag mit Beruf und Familie stark gefordert. Daher ist es für sie eine enorme Entlastung, dass sie zu Hause synchron mit Live-Webinaren und Videokonferenzen, aber auch asynchron mit digitalen Lernformaten, Lernvideos und Podcasts lernen können.“ 

Lehrstudio: Ein weiteres Herzstück der Akademie

Dafür hat Kursleiter Fabian Heringhaus, einer von insgesamt 22 Dozenten an der Diakonie Akademie, ein professionell eingerichtetes Studio aufgebaut. Hier können digitale Lernangebote von den Lehrkräften, aber auch Auszubildenden selbst produziert werden. „Zwar gibt es mittlerweile viele frei zugängliche Pflegevideos, aber sie passen nicht mehr zu unseren aktuellen Inhalten oder bilden nicht das ab, was uns im Unterricht wichtig ist“, sagt Heringhaus. 

Im Studio gibt es eine professionelle Beleuchtung, einen Greenscreen sowie hochwertiges Tonequipment. „Außerdem nutzen wir einen Teleprompter mit integrierter Kamera, einen PC, einen Schreibtisch und Schallschutzwände“, erklärt der Dozent stolz. „Wir möchten professionelle Videos drehen und damit nachhaltiges Lernen fördern. Und ein Video ist sehr nachhaltig, weil man es sich jederzeit erneut anschauen kann – egal ob zu Hause, unterwegs oder in der Bahn. Gleiches gilt für Podcasts.“

Digitalisierung schenkt Zeit für Menschen

Fabian Heringhaus und Serpil Tatli-Arslan wünschen sich, dass die digitale Pflegewelt, die Menschen in der Aus- und Fortbildung in der Diakonie Akademie und in den diakonischen Einrichtungen in Wuppertal kennenlernen, überall selbstverständlich wird – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels. 

„Wir müssen dahin kommen, dass Digitalisierung entlastet und nicht belastet“, betont Serpil Tatli-Arslan. „Wir sehen sie nicht als Zukunftsvision, sondern als gelebten Alltag. Entscheidend ist, dass sie sinnvoll eingesetzt wird und 

Pflegekräften mehr Raum für das Wesentliche gibt: Menschen in Würde und mit Zuwendung zu begleiten.“ 

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Text
Sabine Damaschke
Foto 
Diakonische Altenhilfe Wuppertal

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