Quartiersbüro in Langerfeld lockt viele Bürger an

Das neue Statteilquartier feierte in der Odoakerstraße 2 in Langerfeld große Eröffnung. Die Initiatoren des Projekts, die evangelische Gemeinde Langerfeld, Arbeitersamariterbund Regionalverband Bergisch Land und die Diakonische Altenhilfe Wuppertal luden zur Eröffnung ein.

V.l.n.r.: Dr. Heike Ernsting, Christine Vieweg und Anne Paweldyk

Zur Eröffnung der neuen Räume für das kommende Quartiersbüro in Langerfeld standen viele Interessierte in der Odoakerstraße 2 und warteten auf die Ideen für ihren Stadtteil. Dort entsteht ab dem 1. Januar 2019 mit dem dreijährigen Projekt „Gut und lange leben in Langerfeld“ eine neue Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil. Die Kosten betragen insgesamt rund 400 000 Euro. Hiervon stellt die Stiftung Wohlfahrtspflege ca. 300 000 Euro zur Verfügung. Die neuen Räumlichkeiten waren überfüllt mit Interessierten, die zur Eröffnung kamen und auf das Projekt angestoßen haben. Unter ihnen waren der Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever und die Vorsitzende des Bürgervereins Margret Hahn, um mit den Bürgerinnen und Bürgern die Eröffnung zu feiern.

Zur Begrüßung betonte die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Langerfeld, Dr. Heike Ernsting, dass es im Alter wichtig sei, selbstständig zu bleiben und damit auch so lange, wie möglich im Quartier unterwegs zu sein. Langerfeld hat mit 20,7 Prozent einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen, von denen 28 Prozent bereits über 80 Jahren sind, so besagt es eine Studie. Christine Vieweg, Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal, ergänzte: „Langerfeld hat wegen dieser Altersstruktur einen besonderen Bedarf der Entwicklung. In Langerfeld–Mitte und am Ehrenberg ist der Mangel der Barrierefreiheit und die Mobilitätseinschränkung wegen einer fehlenden Busanbindung besonders auffällig. Das wollen wir angehen!“ So wolle man besonders auf diese beiden Gebiete einen Schwerpunkt mit der Arbeit des Quartiersbüros setzen. Man werde aber keine engen Grenzen setzen, wenn der Bedarf, beispielsweise an barrierefreien Zugängen in anderen Bereichen Langerfelds deutlich würde.

Quartiersprojekte sind in Wuppertal sehr erfolgreich. „Dort wird nicht nur geredet, sondern auch umgesetzt. Wir hoffen auf Ehrenamt, wissen aber auch: Manchmal braucht Ehrenamt auch Hauptamt“, so Ernsting. Für das Projekt werden deshalb zwei Quartiersmanager (mit je 30 Wochenarbeitsstunden) eingesetzt, die auf die individuellen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingehen. Mitinitiatorin Anne Paweldyk vom Arbeitersamariterbund Regionalverband Bergisch Land freute sich, dass mit dem Stadtteilbüro auf Probleme aufmerksam gemacht werde, die mit der ehrenamtlichen Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angegangen werden können: „Langerfeld wird engagierter. Mit dem Quartiersbüro schaffen wir eine Anlaufstelle für seine Bürger und gestalten mit Ihnen zusammen ihren Stadtteil. Das stärkt auch die Nachbarschaft“.

Nach der Informationsveranstaltung wollten direkt Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für „Ihr“ Langerfeld einbringen, zum Beispiel für die Umsetzung eines barrierefreien S-Bahnhofs. Die Schubkraft des Quartierbüros war augenblicklich zu spüren. Der Infoabend hat gezeigt, wie groß das Interesse und ehrenamtliche Engagement in Langerfeld bereits jetzt schon ist.

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