Mobil – trotz ohne Auto

Seit zwei Wochen treten Mitarbeitende der Diakonie Wuppertal beim Stadtradeln in die Pedale. Wir stellen Ihnen eine Kollegin vor, die viel mit dem Dienstrad auf der Nordbahntrasse unterwegs ist: Bettina Beutel vom Hospizdienst "Die Pusteblume".

foto: romina volmer/dwg

Wie oft fahre ich mit dem Rad und welche Strecke?

Ich fahre von Frühjahr bis Herbst jeden Wochentag mit dem Pedelec über die Nordbahntrasse zur Arbeit. Auch für alle sonstigen Fahrten (z. B. Besuche) während der Arbeitszeit nutze ich das Rad. Dafür bin ich im gesamten Wuppertaler Osten unterwegs.

Wie sieht mein Fahrrad aus?

Ich habe 2 Fahrräder – beide „natürlich“ blau, denn das ist meine Lieblingsfarbe. Rad Nr. 1 ist das oben bereits erwähnte Pedelec. Es ist mein Dienstfahrzeug. Demnächst wird es gut zu erkennen sein, es kommt noch eine Beschriftung mit Name und Logo des ambulanten Hospizdienstes dran…
Rad Nr. 2 ist ein klassisches Trekkingrad mit 18 Gängen. Es ist mein Freizeitrad!

Bin ich bei Wind und Wetter mit dem Rad unterwegs?

Ich bin „Schönwetterradlerin“ – und obwohl ich „nur“ von Ostern bis Oktober das Rad nehme und auch nur, wenn es nicht schon morgens regnet (was ja in Wuppertal nicht gerade selten der Fall ist) und es wärmer als 10° C ist, sind so in den letzten beiden Jahren allein mit dem Pedelec über 1500 km nur im Stadtgebiet von Wuppertal zusammengekommen…

Wieso fahre ich gerne Rad und verzichte auf das Auto?

Ich nehme gerne das Fahrrad, weil ich so immer einen Parkplatz finde, häufig ganz legal Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung befahren darf, täglich etwas Bewegung habe, mir den Wind um die Nase wehen lassen kann, netten Menschen begegne, im Stadtgebiet oft schneller bin als mit dem Bus und, ganz nebenbei, sogar ein bisschen was für die Umwelt tun kann!  

Was ist manchmal schwierig beim Fahrradfahren?

Mit Rad Nr. 2 ist es immer schwierig, sobald ich die Talachse verlasse – es geht IMMER bergauf. Ansonsten ärgere ich mich schonmal über Fußgänger auf dem Radweg, die nicht hören, wenn ich mich durch klingeln bemerkbar machen möchte, da sie über Ohrstöpsel laut Musik hören. Wirklich gefährlich finde ich allerdings parkende Autos am Straßenrand, bei denen der Fahrer ohne zu gucken einfach die Fahrertür aufreißt und mich dadurch zur Vollbremsung zwingt – was ganz besonders im Herbst auf nassem Laub ziemlich schmerzhaft enden kann…

Mein schönstes Erlebnis mit dem Rad?

Im Sommer jeden Morgen auf der Nordbahntrasse zur Arbeit zu fahren – fast ein bisschen wie Urlaub!

Welche Strecke möchte ich gerne mal mit dem Rad fahren?

Ich möchte gerne mal einige Wochen am Stück die ehemalige Ost-West- Grenze entlangfahren (z. B. von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer). Da gibt es sicher viel zu entdecken und viele spannende Geschichten zu hören…

Kontakt

Diakonie Wuppertal – Soziale Teilhabe gGmbH
Deweerthstr. 117
42107 Wuppertal
Telefon: 0202 / 97 444 - 0