Konfis immer gern gesehen

Martin Gebhardt ist Seelsorger im Diakoniezentrum Friedrich von Bodelschwingh. Und Ansprechpartner für Konfirmanden, die bei der Diakonie schnuppern wollen.

Pastor Martin Gebhardt ist Seelsorger im Diakoniezentrum Friedrich von Bodelschwingh. Sein Herz schlägt für die Männer und Frauen, die irgendwann einmal aus ganz verschiedenen Gründen aus dem gesellschaftlichen Gefüge herausgefallen sind.

Viele sind bemüht, wieder Fuß zu fassen, was oftmals – aber durchaus nicht immer gelingt. Martin Gebhardt ist in der Diakonie Wuppertal auch der Ansprechpartner für Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer, wenn diese mit ihren Konfirmanden die Arbeit der Diakonie kennenlernen möchten.

Martin, beim Konfirmationsgottesdienst in der Gemeinde Elberfeld-West war ich erstaunt zu hören, dass auf die Frage an die Konfis, wofür Kirche stehen solle, 80 % der Antworten auf die Unterstützung von Hilfebedürftigen abzielten. Wie ist deine Erfahrung diesbezüglich?
Martin Gebhardt: Nein, das verwundert mich nicht. Ich erlebe die Konfis, denen ich die Arbeit der Diakonie vorstelle, als sehr offen. Wenn sie die Hintergründe, z.B. von einer tragischen Lebensbiographie erfahren, sind sie sehr mitfühlend.

Ich kann mir vorstellen, dass viele der Konfis aus behüteten Familien kommen und sie erstmals bei einem Besuch der Diakonie eine andere Realität in unserer Gesellschaft kennenlernen.
Gebhardt: Das ist richtig. Und dann sagen mir die Konfis immer, dass sie es toll finden, dass es Einrichtungen wie die Diakonie innerhalb der Evangelischen Kirche gibt.
Einige haben schon von der Diakonie gehört, sei es, dass eine Oma in einem unserer Pflegeheime lebt; sei es, dass sie selbst schon einmal über ein Ferienprogramm der Diakonie verreist sind.

Hast du den Eindruck, dass ein Besuch in der Diakonie bei dem ein oder anderen Konfi den Wunsch wecken kann, sich sozial zu engagieren?
Gebhardt: Zumindest kann man so junge Menschen auf eine soziale Fährte locken. Ich möchte die Pfarrkolleginnen und Pfarrkollegen in den Gemeinden herzlich einladen, mit ihren Konfis die Diakonie zu besuchen.

Ich stehe gerne für verschiedene diakonisch/soziale Themen zur Verfügung und vermittele bei
Interessensschwerpunkten an Kolleginnen und Kollegen in der Diakonie weiter.

Hast du eine Telefonnummer für unsere Leserinnen und Leser,um einen Besuch bei der Diakonie abstimmen zu können?
Gebhardt: Klar, immer gerne unter Tel. 0202 / 97 444 400 - oder per E-Mail unter mgebhardt@diakonie-wuppertal.de.

Vielen Dank, Martin, dann hoffen wir auf viele Besuche von der
nächsten Konfi-Generation.

 

Das Gespräch führte Veronika Wimmer.
Foto: Martin Gebhardt

Der Text ist bereits im Diakonikus, der Mitarbeiterzeitschrift der Diakonie, erschienen.