Kirchentag im Westen

Beim Kirchentag im Westen treffen sich evangelische, freikirchliche und katholische Gemeinden aus Vohwinkel und Sonnborn.

Kirchentag: 5000 Besucher erwartet
Die Veranstalter wollen Gegenpol zu egoistischer Tendenz in der Gesellschaft erschaffen.

Vohwinkel. Es ist das größte ökumenische Fest in Wuppertal. Am morgigen Freitag, 8. Juni, startet in Vohwinkel der Kirchentag im Westen. Bis Sonntag wird es auf dem Lienhardplatz Gottesdienste, Workshops, Konzerte und verschiedene Aktionen für alle Altersgruppen geben. Damit soll die christliche Botschaft direkt ins Stadtteilzentrum getragen werden. In den Kirchen und Gemeindehäusern gibt es weitere Programmpunkte. Die Veranstalter rechnen mit rund 5000 Besuchern.

Mehr als 30 Helfer unterstützten bei der Organisation des Fests
Am Kirchentag beteiligen sich die evangelischen, freikirchlichen und katholischen Gemeinden zwischen Vohwinkel und Varresbeck. Unterstützung gibt es unter anderem von Politik, Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen. Das diesjährige Motto lautet „Gemeinsam wird es ein Fest“. Damit soll ein Gegenpol zu Vereinzelung und Egoismus in der Gesellschaft geschaffen werden. „Außerdem geht es darum, zu zeigen, wie vielfältig das Leben hier in den Gemeinden ist“, sagt Kirchentagssprecher Pfarrer Frank Beyer.

Der Aufwand für das Fest ist groß. Mehr als 30 Helfer haben sich bei den Vorbereitungen beteiligt. Weit mehr werden an den unterschiedlichen Standorten für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Der Kirchentag beginnt am Freitag um 18.30 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Lienhardplatz. Die Predigt hält der als „De bergische Jong“ bekannte Diakon Willibert Pauels. Gegen 19.30?Uhr findet dann die offizielle Eröffnung mit Grußworten von Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD), Vohwinkels Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD), Superintendentin Ilka Federschmidt und Elberfeld-West Bezirksbürgermeisterin Ingelore Ockel (CDU) statt. Bis 20.15 Uhr tritt die Wuppertaler Kurrende auf. Danach ist ein Abend der Begegnung geplant. Dabei können die Besucher in Zelten mit Persönlichkeiten aus dem Wuppertaler Westen und dem weiteren Stadtgebiet ins Gespräch kommen.

Am Samstag stehen ein Markt der Möglichkeiten (8.30 bis 17 Uhr), Bibelgespräche im Bürgerbahnhof und im Sozial-Café Fambiente (14 bis 16 Uhr, beides Bahnstraße) und Andachten auf dem Programm.

Passend zum verbindenden Grundgedanken will Superintendentin Ilka Federschmidt am Samstag von 16 bis 17.30 Uhr im Gemeindezentrum Gräfrather Straße über Möglichkeiten zur Überbrückung gesellschaftlicher Risse reden.

Ab 17 Uhr findet ein Lebendkickerturnier auf dem Lienhardplatz statt. Eine weitere musikalische Hauptattraktion wird um 19 Uhr ein Gospelkonzert in der Sonnborner Hauptkirche sein. Zum Abschluss gibt es ein Taizé-Gebet in der Kirche St. Mariä Empfängnis.

Der Sonntag beginnt um 12 Uhr mit einem Familiengottesdienst auf dem Lienhardplatz. Der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission Volker Dally spricht von 14 bis 15 Uhr im Bürgerbahnhof zur weltweiten Ökumene. Besucher können mitdiskutieren.

Um 14.30 Uhr wird ein gemeinsames Singen auf dem Lienhardplatz angeboten. Die Predigt beim Abschlussgottesdienst um 17 Uhr hält der Vize-Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius. Musikalisch beteiligen sich dabei die Chöre aller Kirchentagsgemeinden.

text von eike birkmeier aus westdeutsche zeitung vom 07.06.2018 Link zur Veranstaltungs-Homepage Der Kirchentag im Westen im Netz Gemeinsam wird es ein Fest

Westdeutsche Zeitung vom 22.05.2018
Von Eike Birkmeier

Unter dem Motto „Gemeinsam wird es ein Fest“ findet vom 8. bis zum 10. Juni wieder der Ökumenische Kirchentag im Wuppertaler Westen statt. Die evangelischen, freikirchlichen und katholischen Gemeinden wollen mit ihren Gästen feiern und ihnen zeigen, wie vielfältig und lebendig das Leben in den christlichen Gemeinden ist und welch eine Bereicherung das für den Wuppertaler Westen bedeutet.

Mit dem Motto setzten die Veranstalter auch ein Zeichen für mehr Gemeinsamkeit, gegen rechte Stimmungen und gegen einen allgemeinen Egoismus-Trend, wie es Pfarrer Frank Beyer für die Veranstalter formulierte. Wie in den Jahren zuvor ist der Lienhardplatz in Vohwinkel dabei Zentrum des Kirchentags.

Los geht es am Freitag (8. Juni) um 18.30 Uhr mit einem Eröffnungsgottesdienst auf dem Lienhardplatz. Die Predigt hält der „bergische Jong“, Diakon Willibert Paules. Beim anschließenden Abend der Begegnung ab 20 Uhr können die Besucher mit Wuppertaler Persönlichkeiten ins Gespräch kommen.

Mit dabei sind neben Politikern aus dem Stadtteil und Superintendentin Ilka Federschmidt auch viele Vertreter der Gemeinden sowie erstmalig auch Mitarbeiter von Amnesty International. Um 21 Uhr hält Dr. Volker Haarmann, Leitender Dezernent für Theologie der Evangelischen Kirche im Rheinland einen hochaktuellen Vortrag zum Thema: „Was heißt doppelte Solidarität. Die Rheinische Kirche und der Staat Israel.“

Am Samstag stellen sich auf dem Markt der Möglichkeiten viele Initiative und christliche Werke und Vereine vor. Parallel dazu gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. „Wir sind mit 20 Einrichtungen quasi ausgebucht. Der Andrang war riesig“, freut sich Beyer.

Um 16 Uhr lädt der Kirchentag dann zum Workshop mit Superintendentin Ilka Federschmidt ins Gemeindezentrum Gräfrather Straße. „Was könnte heilend sein für den Riss/die Risse in unserer Gesellschaft“ – zu diesem Thema spricht die Superintendentin in ihrem Impulsvortrag. „Wir hoffen auf breites Publikum und lebhafte Diskussionen“, sagt Pfarrer Frank Beyer.

Mit einem großen Menschenkickerturnier für Jugendliche und einem Jugendabend (ab 19 Uhr) mit Poetry Slam, Musik von 7th day, Faith und anderen Livebands beteiligt sich auch das Jugendreferat an dem Programm am Samstag. Mit dabei sind auch junge Menschen aus der Internationalen Gemeinschaft der VEM. „Sie werden berichten, wie in ihrer Heimat Feste gefeiert werden“, verrät Katja Spitzer vom Jugendreferat.

Parallel dazu findet um 19.30 Uhr in der Hauptkirche ein großes Gospelkonzert mit den „Sonnborn Gospel Singers“ statt. Mit einem Taizégebet in der Kirche St. Mariä Empfängnis geht der Samstag um 22.30 Uhr ruhig zu Ende.

Der Sonntag (10. Juni) wird mit einem großen Familiengottesdienst um 12 Uhr auf dem Lienhardplatz eröffnet. „Alle beteiligten Gemeinden kommen vor und bringen sich passend zum Motto Gemeinsam wird es ein Fest ein“, sagt Pastor Ernst Kirchhof von der Freien evangelischen Gemeinde Vohwinkel.

Um 14 Uhr lädt dann ein Impuls-Workshop mit Volker Dally, Generalsekretär der VEM, in den Bürgerbahnhof. Er spricht über Erfahrungen aus dem Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen.

Mit dem Schlussgottesdienst (es predigt Vize-Präses Christoph Pistorius (EKir)), und den Chören und Posaunenchören der beteiligten Gemeinden endet der Kirchentag im Westen Wuppertals am Sonntag um 17 Uhr.

Veranstaltet wird der Kirchentag, der in dieser Form seit 2002 regelmäßig alle zwei oder drei Jahre stattfindet, von der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Vohwinkel, von der Evangelischen Kirchengemeinde Sonnborn, der Freien evangelischen Gemeinde Vohwinkel, der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatuis, der Katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Empfängnis und St. Ludger. Sowie von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius und der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

Mehr Infos und das ausführliche Programm gibt es unter www.kirchentagimwesten.de

Foto: Stefan Fries
Text: Nikola Dünow/ör

Kontakt

Diakonie Wuppertal – Soziale Teilhabe gGmbH
Deweerthstr. 117
42107 Wuppertal
Telefon: 0202 / 97 444 - 0