Helge Lindh in der neuen Zentralen Beratungsstelle

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh (SPD) war zu Gast in der neuen Zentralen Beratungsstelle der Diakonie Wuppertal – Soziale Teilhabe, um mehr über die vielfältigen Angebote zu den Themen Wohnen und selbstbestimmtes Leben zu erfahren.

V.l.n.r.: Klaus Krampitz, Helge Lindh, Mirjam Michalski

Seit Anfang Februar befindet sich die Zentrale Beratungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten in der Ludwigstraße. Mit dem Umzug in das Quartier der Nordstadt liegt sie zentrumsnah und ist für die Menschen im Tal gut erreichbar. Auch Helge Lindh, der kein Auto besitzt und lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, hat dank der guten Verkehrsanbindung schnell zum neuen Standort gefunden.

„Mit dem Umzug haben wir kürzere Wege zwischen unseren einzelnen Angeboten geschaffen“, erklärt Klaus Krampitz, stellvertretender Abteilungsleiter der Zentralen Beratungsstelle. In der Ludwigstraße finden obdach- oder wohnungslose Menschen, aber auch Mietende, deren Mietverhältnis gefährdet ist, unterschiedliche Unterstützungsangebote. Neben der Zentralen Beratungsstelle, die Ratsuchenden Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer persönlichen Situation aufzeigt, sind auch die Abteilung WOW – Wohnraumvermittlung für obdach- und wohnungslose Menschen in Wuppertal und die Fachberatenden für das Ambulant Betreute Wohnen in das großzügige Eckhaus eingezogen. Im vorderen Bereich des Hauses befindet sich das Café Ludwig, das an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat und Menschen mit dem Lebensmittelpunkt „Straße“ einen witterungsgeschützten Tagesaufenthalt bietet. Dort können die Gäste in einer gemütlichen Atmosphäre nicht nur günstige Snacks und Getränke genießen, sondern haben auch die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen und kostenlose Kleidung aus der Kleiderkammer zu erhalten. „Das Quartier strahlt eine angenehme Atmosphäre aus und unsere hellen freundlichen Räume sind für alle Kollegen und die Menschen, die uns aufsuchen, einladend. Wir wollen hier nicht mehr weg.“, schwärmt Klaus Krampitz.

Auf die Frage Helge Lindhs, welche weiteren Dienste die Soziale Teilhabe bereithält, antwortet Mirjam Michalski: „Wir haben sehr vielfältige Angebote, die alle ineinandergreifen. Wir begleiten die uns anvertrauten Menschen schrittweise in ein selbständiges Leben.“ Die Geschäftsführerin der Sozialen Teilhabe führt aus, dass eine zuverlässige und umfassende Versorgungskette geschaffen wurde, die neben den Angeboten in der Ludwigstraße auch die Straßensozialarbeit, eine Notunterkunft und Beratungsstelle für Frauen, das teilstationäre und stationäre Wohnen sowie das Ambulant Betreute Wohnen umfasst. Für die Zukunft ist geplant, eine Wohnmöglichkeit für Frauen, bei Bedarf auch gemeinsam mit ihren Kindern, zu schaffen.

„Wir schätzen sehr, dass dieses wichtige Thema, der Kampf gegen Obdachlosigkeit als eine der schlimmsten in unserem Wohlfahrtsstaat existierenden Formen von Armut, in letzter Zeit verstärkt in den Fokus der Politik gerückt ist.“, resümiert Mirjam Michalski als sich Helge Lindh verabschiedet. Zu Fuß ging es für den Wuppertaler Bundestagsabgeordneten weiter zum nächsten Termin.

Text und Foto: Soziale Teilhabe / Juliane Geyer