Fachkompetenz Pflege

Anja Jung ist neue Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe. Im Interview stellt sich die 49-Jährige vor.

Anja Jung ist seit April 2018 Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe und verstärkt das Leitungsteam von Cornelia-Maria Schott und Christine Vieweg. Im Interview stellt sich die 49-Jährige vor.

Was haben Sie vor Ihrer neuen Leitungsaufgabe bei der Diakonischen Altenhilfe gemacht?
Anja Jung: In den vergangenen sechs Jahren war ich in der Geschäftsführung zweier Gesellschaften des AWO Kreisverbandes in Neuwied und dort auch hauptamtliches Vorstandsmitglied. In den Jahren davor war ich Geschäftsführerin der Geriatrie im Klinikverbund St. Antonius und St. Josef in Barmen.

Wie kam es zu dem Wechsel zur Diakonischen Altenhilfe Wuppertal?
Anja Jung: Ich bin gebürtige Wuppertalerin und hatte hier immer meinen Hauptwohnsitz. Meine Eltern leben hier und mein Mann und wir wollten uns nach der Zeit in Rheinland-Pfalz gerne wieder endgültig nach Wuppertal orientieren. In meiner
gesamten Biografie spielt der Umgang mit älteren Menschen eine große Rolle. Daher passt die Position bei der Altenhilfe perfekt.

Und was reizt Sie besonders an Ihrer neuen Aufgabe?
Anja Jung: Die bedarfsgerechte Rundumversorgung für ältere Menschen in allen Lebenslagen. Bei der Diakonischen Altenhilfe, zu der ja auch die DiakonieAkademie und der Hospizdienst »Die Pusteblume« gehören, ist die Vielfalt besonders spannend. Eine so große Gesellschaft bietet große Möglichkeiten der Förderung und Qualifizierung. Ich sehe viel Potential der Weiterentwicklung zum Beispiel im ambulanten Bereich. Auch die anderen Fachbereiche rechts und links der Altenhilfe interessieren mich. Ich habe zwar noch nicht alle Gesellschaften der Diakonie kennengelernt, aber erste Gespräche haben schon stattgefunden.

Inwiefern glauben Sie denn, dass die einzelnen Sparten voneinander profitieren können?
Anja Jung: Zum Beispiel bei gegenseitigen Begegnungen. Wenn Kita-Kinder zu Besuch in ein Altenheim kommen, ist das für die älteren Menschen ein absolutes Highlight. Ebenso bieten Arbeitsmarktprojekte, Quartiersarbeit und andere Projekte viel Potenzial die vorhandenen Kernkompetenzen zu bündeln und weiter zu entwickeln.

Was wird ihr Schwerpunkt in der Geschäftsführung der Al-tenhilfe sein? Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?
Anja Jung: Meine Fachkompetenz liegt sicherlich in der Pflege. Daher werde ich mich schwerpunktmäßig um die Einrichtungen kümmern und um die Frage der Personalrekrutierung und des Qualitätsmanagements in der Pflege. Auch die Versorgungsdienste mit den Bereichen Küche, Hauswirtschaft, Reinigung und Hygiene fallen in meinen Aufgabenbereich. Außerdem werde ich mich um die Öffentlichkeitsarbeit der Altenhilfe und das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement
kümmern.

Sie sind die dritte Frau an der Spitze der Diakonischen Altenhilfe. Sehen Sie das als besonderen Vorteil?
Anja Jung: Die Frage kann ich schwer einordnen. Entscheidend ist doch, dass die Qualifikation und die Chemie im Team stimmen. Aus meiner Sicht spielt es dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle, ob man eine Frau oder ein Mann ist. Ich habe während meiner Laufbahn mit vielen Frauen und Männern gut zusammengearbeitet – oder in Einzelfällen auch mal nicht. Das scheint hier mit Frau Schott, Frau Vieweg und mir gut zu passen. Wir arbeiten sehr kollegial und gut miteinander.

Wie sah ihre erste Zeit bei der Altenhilfe aus?
Anja Jung: Ich bin sehr nett und offen empfangen worden. Mir ist es wichtig, alle Einrichtungen intensiv kennenzulernen. Ich versuche, in jedem Haus einen Tag zu verbringen und möglichst überall hineinzuschauen, mit den Mitarbeitern zu sprechen und sie nach ihren Problemen und Wünschen zu fragen. Der Anfang ist bereits gemacht. Jetzt muss ich nach und nach alle Stationen besuchen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Anja Jung: Ich liebe Fußball – den Verein verrate ich jetzt mal nicht – (lacht) und bin gerne mit Trikot im Stadion unterwegs. Außerdem bin ich großer Theaterfan und habe seit vielen Jahren ein Abo bei den Wuppertaler Bühnen.

Anja Jung ist 49 Jahre alt. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester, studierte sie Gesundheitswissenschaften und machte zwei Zusatzqualifikationen in den Bereichen Finanzen und Strategie in der Schweiz. Zuletzt war sie in der Geschäftsführung der Arbeiterwohlfahrt Neuwied tätig, von 2007 bis 2011 war sie Geschäftsführerin mit Schwerpunkt Geriatrie beim Klinikverbund St. Antonius und St. Josef in Barmen.

foto: privat
text: nikola dünow/ör-mg

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