CityKirche Elberfeld

Gegen den Mainstream: Helmut Hesse
Vortrag mit Manfred Gailus, TU Berlin
Dienstag, 12. Juni 2018, 19:00 Uhr
CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2
42103 Wuppertal

Vor 75 Jahren verhaftete die Gestapo den jungen Elberfelder Pfarrer Helmut Hesse (1916 – 1943) und seinen Vater Hermann Albert Hesse wegen „staatsfeindlicher Einstellung“ und wegen ihres öffentlichen Gebets für die Juden. Nach monatelanger Haft wurden beide Theologen in das KZ Dachau überführt, wo Helmut Hesse nach wenigen Tagen am 24. November 1943 im Alter von 27 Jahren verstarb.

Als Mitglied der Bekennenden Kirche hielt Hesse bis zuletzt konsequent an den kirchenoppositionellen Beschlüssen von Barmen und Dahlem (1934) fest. In seinem kurzen Leben ging der junge Theologe immer wieder bis zum Äußersten. Das führte ihn in den christlichen Widerstand gegen das NS-Regime.

Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller oder Sophie Scholl kennt heutzutage nahezu jeder - aber wer kennt Helmut Hesse? Allzu viele „stille Helden“ aus dem christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus sind in der Nachkriegszeit weithin vergessen und zu wenig gewürdigt worden.

Angesichts der Katastrophe von Hitler und Holocaust nimmt Hesse unter den Protestanten der NS-Zeit eine nahezu singuläre Stellung ein. Er schwieg nicht zur Judenverfolgung, sondern protestierte. Es ist überfällig, mehr an diesen mutigen Bekenner zu erinnern und ihn durch öffentliches Gedenken zu würdigen. Manfred Gailus ist Professor für Neuere Geschichte an der TU Berlin.

Eine Veranstaltung des „Vereins zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.“ in Kooperation mit der Evangelischen CityKirche Elberfeld. Der Eintritt ist frei.

Foto: Archiv
Text: CityKirche/ör-nd    

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